05.02.2020

Zwischen Werkbank und modernster Technik

Zum ersten Wirtschaftsfrühstück des Jahres lud die Schlüsselregion e.V. ihre Mitglieder in die Gemeinschaftslehrwerkstatt der Industrie (GLW) ein.

Knapp 100 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zu früher Stunde, sich in den Schulungsräumen zum Austausch zu treffen und über das Angebot der GLW zu informieren. Auch der Fachvortrag zum Thema 3D-Druck stieß auf großes Interesse.

In enger Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben der Schlüsselregion sorgt die GLW seit 1938 für gut ausgebildeten Fachkräfte-Nachwuchs. Geschäftsführer Volker Knipping berichtete über die Standbeine der GLW: „Die Auszubildenden aus den Firmen verbringen ihr erstes Lehrjahr bei uns, bevor sie im zweiten und dritten Lehrjahr in die Firmen gehen. Für die Prüfungsvorbereitung und die Prüfungen selbst kommen sie dann später noch einmal zurück.“ Aber auch Umschulungen und Weiterbildungen, zum Beispiel in CNC- und Federtechnik, finden in der GLW statt. So war das Wirtschaftsfrühstück auch für viele Besucher eine willkommene Erinnerung an die eigene Lehrzeit in der GLW.

Der Brummi als Visitenkarte

Seit 2019 ist der Brummi die Galionsfigur des Ausbildungskonzepts der GLW. Dabei handelt es sich um einen LKW im Modellbau-Format, der von den Auszubildenden unter Anleitung eigenständig produziert wird – angefangen bei der Herstellung der einzelnen Bauteile bis hin zum fertigen, komplexen Produkt eines jeden Auszubildenden. „Wir haben uns ein neues didaktisches Konzept überlegt, bei dem es um mehr geht als um das Vermitteln von Techniken, nämlich auch um Problemlösungskompetenz. Das Motto ist ‚Vom Erkennen zum Können‘ und wird von unserem Brummi perfekt verkörpert“, erklärte Knipping.
Aber auch Arbeitnehmer, die die Lehrjahre schon hinter sich haben, können in der GLW dazulernen: Wenn es um das Qualifizierungschancengesetz geht, ist die GLW bei Beratung und Planung von Schulungen der richtige Ansprechpartner.

3D-Druck in der Industrie


Zu einem weiteren Steckenpferd der GLW ist das Thema 3D-Druck geworden. Im Fachvortrag erklärte GLW-Mitarbeiter Tobias Tielsch, welche Arbeitsschritte notwendig sind, um ein Werkstück mittels additiver Fertigung zu produzieren und ging auf Vor- und Nachteile des Verfahrens ein. Für die Zukunft rechnen die GLW-Experten damit, dass der 3D-Druck in der Industrie traditionelle Verfahren ergänzen, aber nicht verdrängen wird.
Deshalb hat die GLW den 3D-Druck auch als zusätzliches Modul in die Schulung von Auszubildenden in Industrieberufen aufgenommen.
Dies deckt sich auch mit den Erfahrungen der Schlüsselregion: „Wir stellen fest“, so Schlüsselregion-Geschäftsführer Dr. Thorsten Enge, „dass immer mehr Unternehmen den 3D-Druck auch über das traditionelle Erstellen von Prototypen hinaus nutzen. Damit entstehen in Velbert und Heiligenhaus derzeit eine ganze Reihe von Dienstleistungen rund um den 3D-Druck für die Industrie. Und das, so Enge, komme zusätzlich zu den bestehenden Verfahren zum Einsatz. „Die Anbieter sind in der Regel klassische industrielle Zulieferer aus der Region, die ihr Portfolio um 3D-Druck Dienstleistungen erweitert haben.“