07.07.2017

Triple-Win: Wie Mittelständler von Studenten des Campus Velbert/Heiligenhaus profitieren können

Die Schlüsselregion e.V. lud zum Wirtschaftsfrühstück in den Neubau des Campus Velbert/Heiligenhaus ein.

Über 90 Besucher aus Mitgliedsunternehmen des Vereins nutzten die Gelegenheit, um die Räumlichkeiten und Labore zu besichtigen und sich über Kooperationsmöglichkeiten mit der Hochschule zu informieren.

„Wir verstehen uns als mittelständisch orientierte Einrichtung, die im engen Kontakt mit den Unternehmen in Velbert und Heiligenhaus steht“, begrüßt Prof. Dr. Jürgen Bock, Präsident der Hochschule Bochum, die Besucher des Schlüsselregion-Wirtschaftsfrühstücks im neuen Campus Velbert/Heiligenhaus. Für viele Teilnehmer war der Vortrag im Hörsaal ein nostalgischer Moment, der an die eigene Studienzeit erinnerte. Gleichzeitig wusste der Campus mit einladenden neuen Räumlichkeiten und gut ausgestatteten Laboren zu überzeugen.
2009 ist der Campus aus einer Kooperation der Hochschule Bochum und dem Unternehmensverband Schlüsselregion entstanden, das Studienangebot orientiert sich am Bedarf der Wirtschaft vor Ort. „Von Anfang an war das Thema Digitalisierung in unserem Studienangebot in Abstimmung mit den Unternehmen enthalten. Ausgehend von unserem Studiengang ‚Mechatronik und Informationstechnologie‘ haben wir mittlerweile unser Angebot um die beiden Studiengänge ‚Mechatronik und Produktentwicklung‘ und ‚Technische Informatik‘ erweitert. So ist es uns gelungen, die vielfältigen Bedarfe der Unternehmen und die Interessen von weiteren Studierenden vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung noch besser zu berücksichtigen“, erklärt Prof. Dr. Christian Weidauer, Standortsprecher des Campus, das Konzept des Studiums in Heiligenhaus.
Insbesondere werden am Campus Velbert/Heiligenhaus Duale Studiengänge angeboten, die es den Studierenden ermöglichen, neben ihrem Hochschulabschluss auch eine Ausbildung im Betrieb zu absolvieren oder mit Projekten in den Betrieben Praxiserfahrung zu sammeln.

Kooperationen von Studierenden und Unternehmen

Aber auch Unternehmen, die kein Duales Studium anbieten, können mit den Studierenden des Campus kooperieren und so bereits frühzeitig potenziellen Fachkräftenachwuchs kennen lernen. Prof. Dr. Dorothee Feldmüller von der Hochschule und Unternehmensberaterin Sabine Degner berichteten von gelungenen Projekten zwischen Studierenden und Unternehmen, die von der Hochschule begleitet werden. Ob die Verbesserung der Lagerlogistik oder die theoretische Vorbereitung zur Zertifizierung nach einer DIN-Norm: Die Projekte, die die Studierenden in Zusammenarbeit mit den Unternehmen bearbeiten, sind sehr vielseitig. „Das ist ein Triple-Win“, erklärt Prof. Dr. Feldmüller. „Die Studenten gewinnen Erfahrungen im Projektmanagement, die Unternehmen sparen Zeit und Kosten und die Hochschule kann praxisbezogen lehren.“

Bei der anschließenden Führung konnten die Gäste des Wirtschaftsfrühstücks die neuen Labore bestaunen. Hier lernen die Studierenden direkt die Praxis kennen, die sie auch im Betrieb erwartet oder in Zukunft erwarten könnte. Sie arbeiten mit dynamischen Prüfmaschinen und Automatisierungstechniken und programmieren Roboter. Mithilfe künstlicher Intelligenz und Regelungstechnik entstand etwa ein Roboter, der es schafft, eine Kiste eigenständig an einen bestimmten Punkt im Raum zu schieben. Eine solche Technik wäre in Zukunft etwa gut in Paketverteilerzentren einsetzbar, um Pakete von Robotern zu sortieren.